Blutegel -Hirudo medicinalis-


Im Rahmen der Schmerztherapie zeigen Blutegelbehandlungen bei Hunden mit

  • Gelenkerkranungen (Arthrose, Arthritis)
  • Hüft- & Ellenbogengelenksdysplasie (HD und ED)
  • schlecht heilende Wunden
  • Sehnenentzündungen
  • Spondylose
  • Schleimbeutelentzündungen
  • Bandscheibenvorfälle

gute Erfolge.

 

Der Inhaltsstoff des Egelspeichels wirkt gerinnungs- und entzündungshemmend und lindert die Beschwerden.

 

Ich wende Blutegel sehr gerne bei älteren Hunden an, weil sie die inneren Organe wie:

  • Leber
  • Herz
  • Nieren

nicht belasten.

 

Blutegel werden von den Hunden meistens toleriert, dennoch sollte dem Hundehalter bewusst sein das eine Sitzung bis zu drei Stunden dauern kann. 

Ein Egel kann 20ml - 50ml Blut saugen.

Wenn sich die Blutegel festgebissen haben darf man sie nicht mit Gewalt abziehen. Sie haben drei Kiefergelenke und diese würden beim Abziehen in der Haut stecken bleiben und die Stelle könnte sich entzünden. Deswegen wartet man ab, bis sich die Blutegel von selbst lösen.

 

Bei der Blutegeltherapie benutze ich nur medizinische Blutegel, somit ist die sterililät gewährleistet.

 

Wann darf ich keine Blutegeltherapie beim Hund durchführen, Kontraindikation bei:

  • Diabetes
  • Einnahme blutverdünnender Medikamente
  • Immunschwäche
  • Niereninsuffizienz
  • Anämie
  • Körpergewicht unter 5kg
  • Gerinnungsstörung
  • Trächtigkeit
  • Tumor
  • Infektionen

Vorbereitung Ihres Hundes:

Der Hund muss mindestens zwei Tage vor der Behandlung frei von Shampoos, Salben oder Duftstoffen sein. Blutegel sind sehr sensibel und beißen bei Irritationen nur schlecht bis gar nicht. Bei Behandlung mit Wurmkuren, Cortision, Antibiotikum, oder anderen Präparaten werden die Blutegel nicht anbeißen.

Wenn es doch der Fall sein sollte das ihr Hund eins der Präparate einnimmt, sprechen Sie mich bitte vorher an, so verschieben wir den Termin.

Auch auf die Fütterung mit ätherischen Substanzen muss geachtet werden, sollte dies zutreffen mind. zwei Tage vor Behandlung absetzen bzw. darauf verzichten.

 

Ablauf einer Therapie:

Die betroffene Körperstelle wird ggfs. rasiert und der Blutegel wird lokal angesetzt. Der Biss des Egels ist für den Hund so gut wie nicht zu spüren.

Der Blutegel saugt nun zwischen 30 Minuten und drei Stunden. Ist der Egel satt, fällt er ab. An den winzigen Bissstellen kann es zu unterschiedlich starken Nachblutungen aus den Wunden kommen. Die Nachblutung kann bis zu 24 Std. nach Therapie dauern. Das Nachbluten darf keinesfalls direkt unterbunden werden, da es die Wunde reinigt und sie von Keimen befreit.

Die Wunde wird dann mit einem leichten Druckverband verbunden.

Nach der Behandlung kann sich der Hund frei bewegen, dennoch sollte an dem Tag keine sportliche Aktivität mehr betrieben werden.

 

Wie viele Blutegel werden pro Behandlung angesetzt?

Faktoren für die Anzahl der zu verwendenen Blutegel sind Krankheitsbild und Gewicht des Hundes.

 

Eintritt der Wirkung:

Die Wirkung  ist bei jedem Hund unterschiedlich. In den meisten Fällen tritt die schmerzlindernde Wirkung unmittelbar nach der Behandlung ein. Eine Schmerzlinderung kann aber auch erst nach sieben Tage eintreten.

 

Wie häufig ist eine Behandlung notwendig?

Bei Erkrankungen im Schulter-, Ellenbogen,- Hüft- und Kniebereich haben sich zwei Behandlungen im Abstand von zwei bis vier Wochen bewährt. Bei akuten Prozessen reicht oftmals eine einzige Behandlung aus. Bei chronischen Erkrankungen sollte die Behandlung ggfs. nach zwei bis drei Wochen wiederholt werden und in einem zwei bis drei monatlichen Rhytmus fortgesetzt werden.

 

 

 

Was beinhaltet eine Behandlung?

Erstbehandlung:

  • Allgemeinuntersuchung
  • Beratung
  • Ansetzen des Blutegels
  • Verbandsmaterial
  • Kontrolluntersuchung am nächsten Tag

 

Folgebehandlungen:

  • Ansetzen des Blutegels
  • Verbandsmaterial
  • Kontrolluntersuchung am nächsten Tag

 

Mögliche Nebenwirkungen:

  • Narben
  • Blutergüsse
  • Juckreiz
  • Rötung
  • Kreislaufschwäche
  • Wundinfektionen
  • Allergische Reaktion
  • Länger nachblutende Wunde

 

 

 

 

 

*Die Therapien sind nicht wissenschaftlich bewiesen